Requiem

Requiem

Hans Peter Schmid

2- Flöten

2- Oboen

Fagott

Violine

Viola

Violoncello

Kontrabass

Klarinette


Sopran

Alt

Tenor

Bass

Continuo,  Orgel

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1 -  Wenn die Zeit gekommen

2 -  Das schwere Erdenkleid

3 -  Das silberne Band

4 -  Gelöst von der Erde

5 -  Und ein Buch wird aufgeschlagen



1.Satz - Wenn die Zeit gekommen


Wenn die Zeit gekommen und ich sterben muss,

will ich in tiefster Dankbarkeit die Hände falten

und sprechen in Demut: Wie du Gott willst, so soll es sein.

Wenn der Tag neigt sich zu Ende,

bricht die neue Zeit herein, ins Licht will ich mich begeben, in dein Reich.

Dein Wille geschehe, im Himmel und auf Erden.

Nimm mich so in deine Arme wie ich bin.

Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison.



2.Satz - Das schwere Erdenkleid


Gott, mein Vater, sei du in der schwersten Stunde bei mir.

Das schwere Erdenkleid mag ich nicht mehr tragen,

will mich befreien von der Last, die du mir einst gegeben hast.

Mein Geist und Sele will zurück, in die ewige Heimat, ins ewige Glück.

Der Weg ist lang, die Last ist schwer,

die Kraft verbraucht, ich mag nicht mehr.

Ich seh ein Licht, in weiter Fern,

es ist so schön, dort ist das Glück.

Gott, Gott, mein Vater,

ich bin so schwach, hab keine Kraft,

die Reise weit, durch Raum und Zeit.

Hab viele schöne Stunden auch erlebt,

auf dieser Erde, auf meinem Weg.

So führe mich an deiner Hand

in das gelobte, heilige Land.



3.Satz -  Das silberne Band


Ist es ein Traum, ist es ein Licht?

Sind es Engel, ist es das Gericht?

Ich sehe meine Mutter, sie wartet auf mich,

und auch zwei Engel, mit strengem Gesicht.

Die Mutter, sie winkt mir zu, sie ist edel und schön,

ich sehe mich selber, kann aber nicht gehn.

Meine Sele ist verbunden mit silbernem Band,

der irdischen Körper, mit dem Erdenland.

Jetzt kommen die Engel mit goldener Schere,

sie streichen mir über die Haare, mit geistigem Öl.

Sie trennen das Band, das mich hat gebunden,

für mich ist's  erlösend, habs jetzt überwunden.


4. Satz -  Gelöst von der Erde


Gelöst von der Erde, gelöst von dem Leben,

ich bin jetzt im Jenseits, im himmlischen Segen.

Begrüsst von den Eltern, begrüsst von den Lieben,

ich leb jetzt im Himmel, in seligem Frieden.

Man gibt mir eine Weile, erhohlsame Ruhe,

zu lösen von der Erde, vom irdischem Getue.

Auch Schmerzen die mich plagten, und Tränen die vergossen,

sind ins Grab gelegt, vergangen, verflossen.


Geführt zu einem Engel, in kostbarem Gewand,

es ist ein Richter auf dem Throne, mit erhobener Hand,

er zeigt mir mein Leben in einem geistigen Film,

mein Handeln, mein Denken, so wie ich bin.


Es wird jetzt gewogen, mein Leben und Handeln,

es gibt hier kein Leugnen, Vertuschen oder Verhandeln.

Die Gesetze und Gebote, sie wurden gegeben,

durch Jesus und Moses, wir sollten sie leben.



5. Satz   Und ein Buch wird aufgeschlagen

 Text:  mod. hp  -  Cherubini - Requiem  in c-mol


Und ein Buch wird aufgeschlagen, treu darin ist eingetragen

jede Schuld aus Erdentagen.

Sitzt der Richter dann zu richten, wird sich das Verborgene lichten:

Nichts kann vor der Strafe flüchten.


Weh, was werd ich Armer sagen, welchen Anwalt mir erfragen,

wenn Gerechte selbst verzagen?

König, Herscher der Gewalten, frei lass deine Gnade walten.

Milder Jesu, willst erwägen, dass du kämest meinetwegen,

bringe mir dein Licht entgegen.

Bist, mich suchend voll Verlangen, mir zum Heil am Kreuz gehangen,

hast für mich den Tod bezwungen, mög dies Mühn zum Ziel gelangen.


Richter du gerechter Engel, Nachsicht üb in meiner Sache,

sei mir gnädig, hoher Engel, dass ich in dem Licht erwache.

Seufzend steh ich schuldbefangen, schamrot glühen meine Wangen,

steh mir bei, ich wart mit Bangen, lass drm Bitten Gnad erlangen.


Hast vergeben einst das Übel, hast dem Schächer dann verziehen,

hast auch Hoffnung mir verliehen, sei mit mir mit deiner Liebe.

Wenig gilt vor dir mein Flehen, doch aus Gnade lass geschehen,

dass ich geh dem Licht entgegen, in das Licht, in deinen Segen.

Bei den Schafen gib mir Weide, von den Böcken Schar mich scheide,

stell mich auf die rechte Seite, in Erhabenheit mich leite.


Schuldgebeugt zu dir ich schreie, tief zerknirscht in Herzensreue,

selges Ende mir verzeihe, dass ich mich von dem Tod befreie.

Tag der Tränen, Tag der Wehen, alle die vom Tod erstehen,

im Gericht der Gerechtigkeit, kehrn sie zurück in die Seligkeit.

Wird Verbannung ohne Schonung, allen Sündern zur Belohnung,

führe mich in meine Wohnung, die ich erworben, mit meinen Leben.

Lass uns Gott dein Erbarmen finden, und milder Jesu, Herrscher du,

schenke uns und allen immer, Friede, Freud und sanfte Ruh.

Amen.