Texte

Turmbau zu Babel


Kantate für Chor und Orchester

Hans Peter Schmid

1-  Orchester



2-  Rezitativ   1. Mose 11 1-4


Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.

Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein ebenes Land

im Lande Sinear, und wohnten daselbst. 

Und sie sprachen untereinander:

 

Wohlauf, laßet uns Ziegel streichen und brennen!

um eine Stadt und einen Turm zu bauen,

der bis in den Himmel reicht,

wir wollen uns einen Namen machen!



3 -  Rezitativ   1. Mose 11 5-9


-TenorDa fuhr der HERR hernieder, daß er sah die Stadt und den Turm, den die Hebräer bauten.

    Und der HERR sprach: 

- BassSiehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und haben das angefangen  zu tun; sie werden nicht ablassen von allem, was sie sich vorgenommen        haben.  Wohlan,  laßt uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe!

- TenorDer HERR verwirrte sie alle der Sprache. Er zerstreute sie in alle Länder, so daß sie

die Stadt nicht weiterbauten. Daher ist ihr Name Babel.



4 -  Choral    RG 256


Es ist ein Wort ergangen das geht nun fort und fort

und stillt der Welt Verlangen wie sonst kein ander Wort.


Das Wort hat Gott gesprochen hinein in diese Zeit,

es ist herein gebrochen im Wort der Ewigkeit.


Lauf, Wort, mit allen Winden durch jedes Volk und Land,

dass sich die Völker finden, so wie das Wort sie fand.


Lauf Wort, durch alle Strassen, in hoch und niedrig Haus,

und ruf in allen Gassen ein hörend Volk heraus.



5-  Aria Bass


Babylon, das Land im Morgen,

wie es im Buch der Bücher steht,

ist dem Christentum verworren, (durcheinander, falsch)

im  Gegensatz zum göttlichen Licht.

Aus der himmlischen Weisheit,

aus dem ewigen Licht,

geht unser Vater,

mit ihnen ins Gericht.

Die Sünde wird zerschlagen,

das Vorhaben wird zerstört,

mit dem Wirrwahr der Sprache,

wie uns die Bibel lehrt.


6-  Chor


Babylon, du Ort der Hochmuts,

Babylon, du Ort des Lasters,

Babylon, du Ort der Sünde,

Babylon, du Ort der Verwirrung,



7-  OrchesterDer Herr zerstreute sie über die ganze Erde



8-  Aria Tenor


Posaunen erschallen,

Sterne sind gefallen,

verbannt sind wir alle,

wo sollen wir hin?

Wir fliehen aus Babel,

es kommen viel Plagen,

mit Geduld müssen wir tragen

die unsrige Last.


9- Choral RG 46- 1,4,7



Herr, er höre meine Klagen; schau herab auf meine Plagen;

Gott, zu dir ruf ich empor: Neige doch zu mir dein Ohr!

Rette meiner Seele Leben; ich bin dir allein ergeben;

Ach, mein Gott verlass mich nicht! Du bist meine Zuversicht.


Ist auf immer für die Armen denn zu Ende dein Erbarmen?

Ist dein Bund mit Kindeskind hinge fallen so geschwind?

Hat die väterlich Gemüte denn vergessen seiner Güte?

Willst verschliessen du im Zorn deiner Gnade reichen Born?


Wasser sahen dich und flohen, auch das Meer wich vor dem Drohen,

da dein Donner rollte schwer und dein Blitzstrahl fuhr daher.

Also führtest du die Heer deines Volks im tiefen Meere,

fürtest sie durch Moses Hand bis in das veheissne Land.



10-  Chor


Einen Turm in den Himmel,

mit Raketen ins All,

so suchen die Menschen,

sie suchen überall.

Der Verstand und das Wissen,

die Technik, das Geld,

regieren die Menschen,

so ist diese Welt.


Das Licht im Herzen,

die Liebe von Gott,

soll unsre Schmerzen

erlösen vom Tod.

Die Worte verstehen,

die Sprache der Zeit,

die Übel vergehen,

dazu bin ich bereit.



11-   Orchester    Sorgen und Plagen


12-  Choral    RKG 276


1)  Such, wer da will, ein ander Ziel,

die Seligkeit zu finden;

mein Herz allein bedacht soll sein,

auf Christus sich zu gründen.

Sein Wort sind wahr, sein Werk sind klar,

sein heilger Mund hat Kraft und Grund,

all Feind zu überwinden.


2)  Such, wer da will, Nothelfer viel,

die uns doch nichts erworben;

hier ist der Mann, der helfen kann,

bei dem nie was verdorben.

Uns wird das Heil durch ihn zuteil,

uns macht gerecht der treue Knecht,

der für uns ist gestorben.


3)  Ach sucht doch den, lasst alles stehn,

die ihr das Heil begehret;

er ist der Herr, und keiner mehr,

der euch das Heil gewähret.

Sucht ihn all Stund von Herzensgrund,

sucht ihn allein; denn wohl wird sein

dem, der ihn herzlich ehret.


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